Titelaufnahme
Titelaufnahme
- TitelFrom negation to contrast and context : a framework for contrastive verbal guidance of actions in dynamic contexts / by Amit Singh ; Supervisor: Prof. Dr. Katharina J. Rohlfing (Paderborn University), Second Examiner: Prof. Dr. Barbara Kaup (University of Tübingen), Examination Committee: Prof. Dr. Heike M. Buhl, Dr. Andrea Karsten
- Autor
- Gutachter
- Erschienen
- Umfang1 Online-Ressource (verschiedene Seitenzählungen) : Illustrationen, Diagramme
- Hochschulschriftkumulative Dissertation Universität Paderborn, Dissertation, 2026
- AnmerkungTag der Verteidigung: 12.06.2026
- Verteidigung2026-06-12
- SpracheEnglisch
- DokumenttypDissertation
- Schlagwörter (GND)
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- IIIF
Klassifikation
Zusammenfassung
Diese Dissertation entwickelt einen theoretischen und empirischen Rahmen zum Verständnis kontrastiver verbaler Anleitung in dynamischen Kontexten. Ausgehend von Negation als einem zentralen sprachlichen Mittel zur Markierung von Kontrast erweitert die Arbeit die Analyse über Sprache im engeren Sinne hinaus und behandelt Kontrast als relationales und kontextuelles Phänomen. Die zentrale Annahme ist, dass Kontrast nicht lediglich eine besondere sprachliche Form darstellt, sondern eine Weise, in der Figur-Grund-Relationen in Wahrnehmung, Handlung und Interaktion hervorgehoben werden. Die Dissertation ordnet Kontrastivität entlang mehrerer Dimensionen, darunter sprachliche, räumliche, ereignisbezogene, funktionale und soziale Kontexte. Auf Grundlage psycholinguistischer Theorie, der Ereigniskognitionsforschung, der Mensch-Roboter-Interaktion und der Scaffolding-Forschung wird argumentiert, dass kontrastive Kontexte nicht bloß statische Hintergründe sind. Vielmehr werden sie dynamisch entwickelt, hervorgehoben und umgestaltet, während Menschen Ereignisse wahrnehmen, in der Welt handeln und Verstehensprobleme in der Interaktion bearbeiten.Empirisch führt die Dissertation eine Reihe experimenteller und methodologischer Studien zusammen, die sowohl in nicht-interaktiven als auch in interaktiven Settings durchgeführt wurden. Diese Studien untersuchen, wie kontrastive verbale Anleitung, insbesondere Negation, visuelle Aufmerksamkeit, Ereignisgedächtnis, Handlungsverstehen und Reparaturverhalten beeinflusst. Die Befunde zeigen, dass kontrastive Anleitung die Aufmerksamkeit auf Ereignisstrukturen modulieren, das Gedächtnis für dynamische Handlungen unterstützen und Interaktionspartnern dabei helfen kann, Unsicherheit in situierten Interaktionen zu bearbeiten.Auf der Modellierungsebene führt die Dissertation ContACT-R ein, ein kognitionsarchitektonisches Modell kontrastiver Anleitung, und erweitert dieses zu InterACT-R, einem interaktiven Rahmen zur Modellierung kontrastiven Scaffoldings über die Zeit. In diesem Ansatz wird Kontrast als eine strukturierte Ressource verstanden, mit der Anleitung an die Fähigkeiten der lernenden Person, an die Aufgabenleistung und an den sich entwickelnden Interaktionskontext angepasst werden kann.Insgesamt leistet die Dissertation einen theoretischen, empirischen, methodologischen und modellierenden Beitrag zum Verständnis kontrastiver Anleitung. Sie zeigt, wie Negation und andere kontrastive Mittel als kontextsensitive Werkzeuge verstanden werden können, die Aufmerksamkeit strukturieren, Handlungsverstehen unterstützen und Scaffolding in dynamischen Sprachgebrauchssituationen ermöglichen.
Abstract
This dissertation develops a framework for understanding contrastive verbal guidance in dynamic contexts. Starting from negation as a central linguistic device for expressing contrast, the thesis broadens the analysis beyond language alone and treats contrast as a relational and contextual phenomenon. The core argument is that contrast is not simply an exceptional linguistic form, but a way in which Figure–Ground relations become prominent in perception, action, and interaction. The thesis organizes contrastiveness across multiple dimensions, including linguistic, spatial, eventive, functional, and social contexts. Drawing on psycholinguistic theory, event cognition, human–robot interaction, and scaffolding research, it proposes that contrastive contexts are not merely static backgrounds. Rather, they are dynamically developed, foregrounded, and reshaped as people perceive events, act in the world, and repair understanding during interaction. Empirically, the dissertation brings together a sequence of experimental and methodological studies conducted in both non-interactive and interactive settings. These studies examine how contrastive verbal guidance, particularly negation, shapes visual attention, event memory, action understanding, and repair behaviour. The findings show that contrastive guidance can modulate attention to event structure, support memory for dynamic actions, and help interlocutors resolve uncertainty in situated interaction. On the modelling side, the dissertation introduces ContACT-R, a cognitive-architectural account of contrastive guidance, and extends it into InterACT-R, an interactive framework for modelling contrastive scaffolding over time. In this account, contrast is treated as an organized resource for adapting guidance to the learner’s capabilities, task performance, and emerging interactional context.
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