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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Internet ist heute unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmenskultur. Der Gesetzgeber

hat diesem Umstand in den letzten fünf Jahren vor allem durch die Abschaffung von Formerfordernissen

in mehreren Aktienrechtsreformen Rechnung getragen. Angestrebt wird unter

anderem die Lösung dringender Probleme der deutschen Hauptversammlung wie sinkende

Präsenzzahlen und Kostenexplosion. In der vorliegenden Arbeit werden die Zulässigkeit des

Einsatzes moderner Kommunikationsmedien bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung

der internetgestützten Hauptversammlung und die damit verbundenen Zweifelsfragen

untersucht. Bei dieser Form der Hauptversammlung findet nach klassischem Muster ein

physisches Zusammentreffen der Aktionäre, der Verwaltungsmitglieder und des Notars an

einem realen Versammlungsort statt. Als Zusatzangebot können Aktionäre das Hauptversammlungsgeschehen

auch als „Online-Teilnehmer“ mittels einer Internetübertragung verfolgen

und im Rahmen des sogenannten Proxy-Voting über das Internet einen von der Gesellschaft

benannten Stimmrechtsvertreter bevollmächtigen und Weisungen für die Stimmrechtsausübung

erteilen. Zur Gleichwertigkeit der „Online-Teilnahme“ mit der präsenten

Teilnahme ist es darüber hinaus wünschenswert, wenn weitere Aktionärsrechte über das Internet

ausgeübt werden können, was derzeit nur eingeschränkt möglich ist. So weit gesetzgeberischer

Handlungsbedarf besteht, werden in der vorliegenden Arbeit Überlegungen de lege

ferenda angestellt, die in einem Gesetzesvorschlag umgesetzt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The Internet has become an indispensable part of today's corporate culture. Lawmakers have

responded to this development over the past five years in a series of reforms of stock corporation

law, primarily by eliminating formal requirements. The goal, inter alia, is to resolve pressing

problems faced by Annual General Meetings of Shareholders (AGMs) in Germany such

as declining attendance figures and exploding costs. The present work examines the admissability

of the use of modern communication media in the preparation, holding and follow-up

of AGMs with the aid of online support and investigates associated areas of uncertainty. According

to its traditional model, this form of Annual General Meeting is characterised by a

physical coming together of the shareholders, members of management and notary at a real

meeting venue. As an additional offering, shareholders can also follow developments at the

Annual General Meeting as "online participants" by way of an Internet broadcast and – in a

procedure known as proxy voting – they can authorise a proxy appointed by the company and

issue voting instructions. If "online participation" is to enjoy equal status with physical attendance,

it would further be desirable that additional shareholder rights could be exercised over

the Internet – something which is currently only possible to a limited extent. Insofar as there

is a need for legislative action, the present work discusses considerations de lege ferenda that

could be realised in draft legislation.

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