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Titelaufnahme
Titelaufnahme
- TitelEssays on the cultural sector in the digital age : applying a taxonomic approach / Maike Althaus
- Autor
- Gutachter
- Erschienen
- Umfang1 Online-Ressource (VI, 71 Seiten)
- HochschulschriftKumulative Dissertation Universität Paderborn, Dissertation, 2026
- AnmerkungTag der Verteidigung: 15.10.2026
- Verteidigung2026-10-15
- SpracheEnglisch
- DokumenttypDissertation
- Schlagwörter (GND)
- URN
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- IIIF
Klassifikation
Zusammenfassung
Der Kultursektor steht im digitalen Zeitalter vor wachsenden Veränderungen und Herausforderungen: knapper werdende öffentliche Finanzierung, veränderte Muster kultureller Teilhabe, verschärfter Wettbewerb um Zeit und Aufmerksamkeit des Publikums sowie das Entstehen digitaler Zwischeninstanzen zwischen Kultureinrichtungen und ihrem Publikum. Trotz dieser Entwicklungen bleibt ein strukturierendes Wissen darüber, wie Kultureinrichtungen in zentralen operativen Bereichen in Antwort auf diese Veränderungen und Herausforderungen konfiguriert sind, begrenzt. Diese Dissertation schließt diese Lücke, indem sie strukturiertes, empirisch fundiertes Wissen über ausgewählte Aspekte des Kultursektors im digitalen Zeitalter bereitstellt. Sie stützt sich in erster Linie auf die Taxonomieentwicklung – eine in der Wirtschaftsinformatik etablierte iterative Methode – und ergänzt diese je nach Forschungsfrage um Clusteranalyse, quantitativen Fragebogen und halbstrukturierte Interviews. Die Dissertation umfasst fünf Studien. Drei untersuchen den aktuellen Stand des Kultursektors auf zunehmend breiteren Ebenen: (1) eine Taxonomie und drei Archetypen von Eintrittspreiskonfigurationen in Museen, abgeleitet aus den Preisinformationen von 149 Museen; (2) eine Taxonomie von Maßnahmen zur Wiedergewinnung von Besuchern und ein Framework, das diese vier klar unterscheidbaren Besuchersegmenten zuordnet, u.a. auf Basis einer Befragung von 5.502 (Nicht-)Besuchern; und (3) eine Taxonomie und sechs Archetypen von Geschäftsmodellen kultureller Eventplattformen, verbunden mit einer Untersuchung der Vorteile, Hemmnisse und Bedingungen, die die Teilnahme der Plattformen an einem entstehenden Kultur Datenökosystem bestimmen. Eine vierte Studie wendet sich der Methode selbst zu, entwickelt eine Taxonomie der Wissensbeiträge, die Taxonomie-Studien leisten und schlägt erste Leitlinien für deren Positionierung und Bewertung vor. Die fünfte Studie erweitert den Rahmen über den Kultursektor hinaus und wendet ein Difference-in-Differences-Design an, um zu untersuchen, ob der Markteintritt einer Lebensmittelrettungs-App mit Veränderungen in der Häufigkeit von Ladendiebstählen in Lebensmittelgeschäften und Supermärkten zusammenhängt. Zusammen liefern diese Studien eine kumulative, strukturierte Grundlage für die Beschreibung der gegenwärtigen Konfiguration des Kultursektors, bieten der Praxis auf institutioneller, Publikums- und Ökosystemebene handlungsleitende Orientierung und leisten einen meta-methodischen Beitrag, indem sie die Art und Weise systematisieren, wie Taxonomie-Studien Wissen in ihren jeweiligen Domänen vorantreiben.
Abstract
The cultural sector faces several changes and challenges in the digital age: constrained public funding, shifting patterns of cultural participation, intensified competition for audiences' time and attention, and the emergence of digital intermediaries between cultural institutions and their audiences. Despite these developments, structured knowledge about how cultural institutions are currently configured in key operational areas in response to these changes and challenges remains limited. This dissertation addresses this gap by providing structured, empirically grounded knowledge about selected aspects of the cultural sector in the digital age. It draws primarily on taxonomy development—an iterative method established in Information Systems (IS) research—and complements it with cluster analysis, quantitative survey research and semi-structured interviews, depending on the respective research question. The dissertation comprises five papers. Three examine the current state of the cultural sector at progressively broader levels: (1) a taxonomy and three archetypes of museum admission pricing policies, derived from the pricing information of 149 museums; (2) a taxonomy of visitor revival propositions and a framework linking them to four distinct visitor segments, based on a survey of 5,502 (non-)visitors; and (3) a taxonomy and six archetypes of cultural event platform business models, combined with an examination of the benefits, obstacles, and conditions governing platforms' participation in an emerging cultural data ecosystem. A fourth paper turns to the method itself, developing a taxonomy of the knowledge contributions made by taxonomy papers and proposing initial guidance for their positioning and evaluation. The fifth paper extends beyond the cultural sector, employing a difference-in-differences design to investigate whether the market entry of a food-waste application is associated with changes in local shoplifting incidents in grocery stores and supermarkets. Together, these studies provide a cumulative, structured foundation for describing the cultural sector's present configuration, offer actionable guidance for practitioners at the institutional, audience, and ecosystem levels, and make a meta-methodological contribution by systematizing how taxonomy papers advance knowledge in their respective domains.
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