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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Aufsatz diskutiert Praktiken der Widmung und Vorzensur im karolingerzeitlichen Frankenreich des 9. Jahrhunderts. Er argumentiert, dass die Verknüpfung dieser beiden Praktiken im Verlauf der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts zu einer Habitualisierung von (freiwilliger) Vorzensur führte, obwohl den meisten Autoren vor allem an sozialer Patronage für ihre Schriften gelegen war. Im Rahmen von Kontroversen wie dem Prädestinationsstreit konnten die einmal etablierten sozialen Konventionen allerdings auch zu expliziten Normen stabilisiert werden.