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Abstract

Tiere nicht leiden zu lassen, ist eine tief verankerte moralische Intuition. Der vorliegende Text stützt sich auf diese Intuition und versucht aufzuzeigen, dass sie in vielen Ansätzen wirksam ist. Als Ausgangspunkt fungiert die anthropozentrische Tradition (griech. "anthropos" = Mensch) des tierethischen Diskurses. In einer Auseinandersetzung mit den Positionen von Ursula Wolf, Albert Schweitzer, Martin Gorke, Tom Regan, Martin Seel, Leonard Nelson und Peter Singer wird dargelegt, dass in diesen Ansätzen - auch wenn etwa kantisch, religiös oder utilitaristisch argumentiert wird - letztlich die Maximen der interpersonalen Ethik bei den tierethischen Erwägungen zurücktreten. Stattdessen wird oftmals pathozentrisch argumentiert, auch wenn dies von den Autoren selbst nicht immer reflektiert, zum Teil sogar abgestritten wird. Entsprechend dieser Ergebnisse der Analyse unterschiedlicher Positionen wird am Ende der Untersuchung für eine pathozentrische Grundlegung einer Tierethik plädiert.

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