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Abstract

Die als Folge der Romantik auftretende Mode der couleur locale und des Exotismus prägt das Kunstschaffen des 19. Jahrhunderts, so auch die populäre, typisch französische Unterhaltungsform jener Zeit, die opéra-comique bzw. – nach 1850 – die sich daraus entwickelnde opéra-bouffe. Die vorliegende Untersuchung konzentriert sich auf die hispanistisch inspirierten Librettotexte dieser Opernform und stellt deren Libretti als sorgfältig komponierte Intrigenkomödien heraus, die das noch unbekannte Spanien darstellen, indem sie zentrale Epochen der spanischen Geschichte und typisch spanische Charakterzüge aufgreifen. Nach 1850 trägt die Kritik an Missständen in der französischen Gesellschaft häufig spanische Verkleidung. Das daraus entstehende Spanienbild ist ein Amalgam von Realitätsbezügen und Klischees, deren Kern jedoch authentisch ist. Zusammen mit der gezielt eingesetzten, spanisch klingenden Musik entsteht ein Unterhaltungstheater, das jedoch auf spanischem Boden nicht nur Zustimmung findet.

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