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Abstract (German)

Im Rahmen der Arbeit wurde ein strukturierter Ansatz entwickelt, welcher als Grundlage für eine zielorientierte Maßnahmenidentifikation in der Bedarfsplanung dienen soll. Zunächst wurde der Status quo der Verkehrsplanung analysiert. Dazu wurde eine Literaturauswertung vorgenommen sowie bestehende Bedarfsplanungen und Zielsysteme auf ihre Zielorientierung und Transparenz hin untersucht. Abschließend werden die verschiedenen Problemfelder der Verkehrsplanung zusammenfassend dargestellt.

Darauf aufbauend wurde ein standardisierter Ansatz zur zielorientierten Maßnahmenidentifikation entwickelt. Den Verkehrsplanern wird mit dem Ansatz die Möglichkeit gegeben, in einem frühen Planungsstadium den Beitrag einer Maßnahme zu einem Kernset an Zielstandards nachzuweisen und eine ganzheitliche Beurteilung der Maßnahmen vorzunehmen. Der Ansatz stellt somit ein kombiniertes Filterverfahren dar. Dabei sind verschiedene Varianten der Filterung von Infrastrukturmaßnahmen möglich.

Im Praxisteil wurden insgesamt zehn Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen – anhand des entwickelten Ansatzes – einer Plausibilitätsprüfung unterzogen. Die Analyse basiert auf Daten der Bundesverkehrswegeplanung 2003 und der Integrierten Gesamtverkehrswegeplanung NRW. Fünfzig Prozent der analysierten Maßnahmen können nicht in dem Maßnahmepool aufgenommen werden.

Anschließend werden die Analyseergebnisse zusammenfassend dargestellt. Es lässt sich festhalten, dass

- konkrete Standards nicht für alle Bereiche definierbar sind,

- die Heterogenität von Infrastrukturmaßnahmen die Definition von differenzierten Zielstandards für verschiedene Maßnahmengruppen notwendig macht,

- Maßnahmen mit hohen Nutzen-Kosten-Verhältnis – bei dem hier gewählten Ansatz – nicht zielkonform sein können,

- theoretisch auch eine Beurteilung von Schienenprojekten mit dem Ansatz möglich ist.

Basierend auf den Untersuchungsergebnissen wurde abschließend der weitere Forschungsbedarf aufgezeigt. Es ergeben sich folgende Fragen:

- Gibt es weitere Varianten der Maßnahmenidentifikation?

- Ist eine Visualisierung der Maßnahmenidentifikation möglich?

- Kann eine sukzessive Elimination innerhalb des Maßnahmenpools stattfinden?

- Wie kann ein Ansatz zur netzbezogenen Maßnahmenidentifikation von der wissenschaftlichen Ebene weiter vorangetrieben werden?

- Können die Erkenntnisse des hier entwickelten Ansatzes in die Erfolgskontrolle von Infrastrukturmaßnahmen einfließen?

Abstract (English)

This thesis develops a structured approach, which provides the basis for a goal oriented measure identification in infrastructure planning. First the status quo of the traffic planning was analysed. In addition, a bibliographical evaluation was made and existing infrastructure planning and target systems are examined with regard to goal orientation and transparency. Finally, the different problem fields of traffic planning are summarised.

In the following, a standardised approach is developed for goal-oriented mea-sure identification. This approach gives transport planners the possibility in an early planning phase to verify the contribution of a measure to a core set of goal standards and to make an overall evaluation of the measures. The approach represents therefore a combined filter procedure. Different variants of the filtering of infrastructure measures are possible.

In the practical part of the thesis, altogether ten traffic infrastructure measures - on the basis the developed approach - were submitted to a plausibility check. The analysis based on data of the federal highway plan 2003 and the highway transport plan North-Rhine/Westphalia. Fifty percent of the analyzed measures cannot be taken up in the measure pool.

Subsequently, the results of the analysis are summarised. It can be noted that

- concrete standards for all areas are not definable,

- the heterogeneity of infrastructure measures make the definition of differentiated goal standards necessary for different groups of measures,

- Measures with high cost benefit ratio - with the here selected approach - cannot be goal conformal,

- theoretically also an evaluation of rail projects is possible with the approach.

Based on the test results the thesis identifies further research needs. This leads to the following questions:

- are there further variants of the measure identification?

- Is a visualisation of the measure identification possible?

- Can a gradual elimination take place within the measure pool?

- How can an approach towards the measure identification related to the net be pursued further from the scientific level?

- Can the findings of the here developed approach flow into the success control of infrastructure measures?

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