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Abstract (German)

Im Rahmen der Untersuchung sollten Kriterien für den Einsatz von straßenbegleitenden Schutzeinrichtungen am Fahrbahnrand hergeleitet werden, welche neben ihrer Schutzwirkung für alle Verkehrsteilnehmer auch besonders auf die Sicherheitsbelange von Motorradfahren Rücksicht nehmen.

Zunächst wurden gemeinsame Merkmale von verschiedenen Unfallhäufungsstellen und Unfallhäufungslinien mit Motorradfahrerbeteiligung hergeleitet. Dazu wurde auf das digitale Straßennetz des Landes Rheinland-Pfalz, sowie die digitale Unfalldatei des Landes zurückgegriffen. Mit diesen Daten wurden drei verschiedenen Auswertungen durchgeführt.

Als erstes wurden alle Unfälle mit Motorradbeteiligung einer allgemeinen Auswertung unterzogen. Dabei wurden nur die Kriterien analysiert, die bei der polizeilichen Unfallaufnahme erfasst werden.

Im zweiten Untersuchungsschritt wurden die fahrbahngeometrischen Gegebenheiten an der Unfallstelle und in definierten Bereichen davor untersucht. Hierbei wurden die Daten einer punktuellen Betrachtung unterzogen. Ziel hierbei war es einen Zusammenhang zwischen dem Streckenverlauf vor der Unfallstelle und dem Ort des Unfallgeschehens herzuleiten.

Im dritten Auswertungsschritt wurden die Daten für die Streckenabschnitte in denen sich die Unfälle ereignet haben analysiert und mit Vergleichsdaten von Strecken ohne Unfallauffälligkeiten verglichen. Bei dieser Auswertung wurden linienhafte Kriterien ausgewertet und miteinander verglichen.

Diese Vergleichsuntersuchung lieferte die besten Ergebnisse im Rahmen dieses Projektes. So konnte dargelegt werden, dass Streckenabschnitte, welche: a) eine Kurvigkeit über den gesamten Abschnitt > 200 gon/km und

b) maximal 15 Änderungen des Streckenverlaufs pro km und

c) einen Geradenanteil von maximal 50% und

d) eine Länge von über 2,0 km

aufweisen, ein besonders erhöhtes Risikopotenzial für Motorradfahrer im Vergleich zum durchschnittlichen Gefährdungspotenzial der Vergleichsstrecken in sich bergen.

Basierend auf diesen Ergebnissen wurde aufgezeigt, welche Möglichkeiten zum passiven Motorradfahrerschutz es gibt und unter welchen Rahmenbedingungen diese zum Einsatz kommen können.

Abstract (English)

The main goal of this research project was to derive criteria for the use of protective measures on road sideways with a particular attention on motorbike-accidents. These measures had to consider the needs of all traffic participants with a special focus on the needs of motorbike riders.

As a start common attributes of different clusters of accidents scenes with motorbiker involvement have been derived. For this the digital road-network of Rheinland-Pfalz has been used as well as the digital accident database of this federal state. With these data three different analyses have been made.

At first the data collected by the police of all accidents with involvement of motorbikers were analysed. Then in the second step the geometric conditions of road tracks at the accident scenes were collected and analysed. The aim was to show a correlation between roadway arrangement at the accident scene and the accident scene itself.

In the third step the geometrical conditions of the whole track section in which the accidents occurred where compared with track sections where no accidents happened. This analysis showed the best results of the project.

It was possible to show that track section in which: a) the angle changing is more than 200 gon/km,

b) maximum 15 changes of the road direction occur,

c) at least 50% of the road are unbowed and

d) the track section is longer than 2,0 km

there is a higher potential for motorbike drivers to be in an accident than on other roads.

Basing on these results it is shown in the last chapter of the report which measures exist for motorbike drivers protection on the roadside and under which conditions they are to be used.

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