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Zusammenfassung (Deutsch)

Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) von 2009 hat der deutsche Gesetzgeber eine der größten Änderungen der Bilanzierungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs seit dem Bilanzrichtliniengesetz von 1985 vorgenommen. Diese Änderungen haben zum Teil dazu geführt, dass sich die Werte einzelner Bilanzposten erheblich änderten. Um den Unternehmen den Übergang zu den neuen Vorschriften zu erleichtern, hat der Gesetzgeber in den Übergangsvorschriften des Einführungsgesetzes zum BilMoG (EGHGB) zahlreiche Bilanzierungswahlrechte gewährt. Die Arbeit untersucht, wie deutsche Unternehmen die bei der Erstanwendung der Vorschriften des BilMoG zur Verfügung stehenden Bilanzierungswahlrechte ausüben. Dabei wird zum einen ermittelt, in welchem Umfang die 200 untersuchten Unternehmen von den neuen Wahlrechten des EGHGB überhaupt Gebrauch machen. Zum anderen wird theoretisch und empirisch analysiert, welche Faktoren das Bilanzierungsverhalten beeinflussen. Hierzu werden aus den allgemeinen Aussagen der Bilanzanalyse-Theorie konkrete Hypothesen über den Zusammenhang zwischen bestimmten Unternehmensmerkmalen und dem beobachtbaren Bilanzierungsverhalten bei der Erstanwendung der novellierten Vorschriften entwickelt. In der anschließenden induktiven Untersuchung werden diese Hypothesen empirisch validiert. Diese Untersuchung liefert auch Implikationen für die Bestimmung bilanzpolitischer Motive und damit für ein besseres Verständnis bei der Analyse von Jahresabschlüssen. Die Arbeit schließt nicht nur eine Forschungslücke, sondern liefert sowohl für die Theorie als auch für die Praxis spezifische Erkenntnisgewinne zu den untersuchten Fragen.

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