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Zusammenfassung (Deutsch)

Closo-Dodecaborate zählen zu den schwach koordinierenden Anionen und besitzen außerordentliche Eigenschaften. Durch diese Eigenschaften ist es möglich, beispielsweise Ionische Flüssigkeiten zu designen und reaktive Kationen zu stabilisieren. Weiter ist die Darstellung der Radikale durch Oxidation dieser Anionen möglich, welche in der Folge selber als Oxidationsmittel einsetzbar sind. Im ersten Teil dieser Arbeit wurde eine Syntheseroute zur Herstellung der Anionen des Typs [B12X11OR]2- (X = Cl, Br; R = propyl, octyl, dodecyl) entwickelt. Diese können in guter Ausbeute effektiv durch Halogenierung des bekannten [B12H11OH]2- Anions, dessen Syntheseroute ebenfalls optimiert wurde, mit Cl2 oder Br2, gefolgt von der O-Alkylierung mit den entsprechenden Alkylhalogeniden, synthetisiert werden. Im zweiten Teil dieser Arbeit wurde zum einen die Trialkylierung der Ammoniogruppe von [B12Cl11NH3]- untersucht. Zum anderen wurde eine Syntheseroute zu Herstellung der Anionen des Typs [B12Br6H5NR3]- (R = ethyl – pentyl) und [B12Cl6H5N(propyl)3]- entwickelt. Diese konnten ebenfalls in guter Ausbeute über eine zweistufige Synthese, ausgehend vom bekannten [B12H11NH3]- Anion hergestellt werden. Dessen Amminiogruppe wurde dabei zunächst mittels eines Alkylhalogenids trialkyliert und das resultierende Anion anschließend mit Cl2 oder N-Bromsuccinimid teilhalogeniert. Im dritten Teil dieser Arbeit wurde versucht, zwei closo-Dodecaboratanionen über eine organische Brücke zu verknüpfen. Die erfolgreich synthetisierten Anionen aus den beiden ersten Teilen dieser Arbeit wurden spektroskopisch charakterisiert, sowie thermisch und elektrochemisch untersucht. Dabei wiesen die Anionen [B12X11OR]2- und [B12Br6H5NR3]- in diesen Bereichen ähnlich gute Eigenschaften auf, wie jene der perhalogenierten closo-Dodecaborate aber auch der 1-Carba-closo-dodecaborate. Mit beiden Anionentypen konnten Ionische Flüssgkeiten mit dem Kation [C6mim]+ hergestellt werden. Weiter konnte die Löslichkeit der Natriumsalze von [B12Br6H5NR3]- in Dichlormethan, verglichen mit jener von Na[B12Cl11N(methyl)3], um bis zu zwei Größenordnungen erhöht werden. Diese Eigenschaften und die simple Herstellung der Anionen [B12X11OR]2-, [B12Br6H5NR3]- (R = ethyl – pentyl) und [B12Cl6H5N(propyl)3]- erweitern damit die Anwendungsmöglichkeiten dieser Klasse von schwach koordinierenden Anionen.

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