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Abstract (German)

Theoretischer Hintergrund: Schizophrenie-Patienten sind in ihren neuropsychologischen Funktionen und der grundlegenden sensorischen Informationsverarbeitung, gemessen über die Ereigniskorrelierten Potentiale, beeinträchtigt. Die Effektivität eines computerbasierten kognitiven Remediationstrainings auf ein breites Spektrum neuropsychologischer Funktionen ist nicht abschließend geklärt. Die Mehrzahl der Untersuchungen berichten von einem mittleren Effekt auf die kognitiven Leistungen. Die Wirksamkeit eines solchen Trainings auf die elektrophysiologischen Korrelate der kognitiven Funktionen wurde bislang kaum erforscht und daher zum Gegenstand der hiesigen Untersuchung gemacht.

Methode: Die Studie umfasst 46 Patienten mit der Diagnose einer Schizophrenie oder Schizoaffektiven Störung sowie 15 gesunde Kontrollprobanden. Verschiedene neuropsycho-logische Testverfahren zur Erhebung der kognitiven Funktionen sowie Maße zur Erfassung der Symptomausprägung und dem allgemeinen Funktionsniveau kommen zum Einsatz. Die Erhebung der Ereigniskorrelierten Potentiale erfolgt mit Hilfe des EEG' über ein aktives Oddball-Paradigma. Innerhalb der schizophrenen Patientengruppe werden drei Behandlungsbedingungen im Hinblick auf die elektrophysiologischen Kennwerte und die neuropsychologische Testleistung miteinander verglichen: ein auditives Aufmerksamkeits-training, ein räumlich-visuelles Aufmerksamkeitstraining und eine Treatment-As-Usual Bedingung.

Ergebnisse: Lediglich für die P2 Latenz ergeben sich in der auditiven und in der visuellen Gruppe signifikante Effekte des Trainings auf einzelnen Elektrodenpositionen. Eine Domänenspezifität des Trainings (auf kognitive Leistungen) kann nicht gezeigt werden. Das hier verwendete kognitive Remediationstraining erzielt insgesamt nicht den erwarteten positiven Einfluss auf die elektrophysiologischen und neuropsychologischen Parameter.

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