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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Auseinandersetzung mit den räumlichen Strukturen und raumstrukturellen Veränderungen des Logistikimmobilienbestandes in Deutschland. Für das Marktsegment der Logistikimmobilien besteht trotz einiger Ansätze zur Ermittlung von Marktdaten ein deutliches Defizit an belastbaren raumbezogenen Informationen - obwohl diese in zunehmendem Maße von den privaten und öffentlichen Immobilienmarktakteuren, aber auch als Grundlage für die theoretische Diskussion über die Standortstrukturen und räumlichen Entwicklungstrends im Bereich der Logistik benötigt werden.

Das methodische Konzept der Arbeit basiert vor allem auf den Sonderauswertungen von zwei amtlichen Statistiken: Der Baufertigstellungsstatistik und der Beschäftigtenstatistik. Diese Datenquellen wurden im Rahmen einer raumdifferenzierten Auswertung dafür eingesetzt, flächendeckende Strukturinformationen für den deutschen Logistikimmobilienmarkt zu ermitteln. Darüber hinaus wurden konkrete Annahmen zur räumlichen Struktur und raumstrukturellen Entwicklung des Logistikimmobilienmarktes, die zuvor aus Theorien und Modellen zum Standortwahlverhalten sowie aus Überlegungen zur Veränderung der Rahmenbedingungen für die Logistik abgeleitet wurden, mit Hilfe einer quantitativen Untersuchung für den deutschen Logistikmarkt überprüft. Der Baufertigstellungsstatistik kam hierbei eine besondere Rolle zu, da diese als einzige amtliche Statistik „direkte“ Informationen zu den Flächenbeständen im Bereich Logistikimmobilien liefert.

Obwohl die Untersuchungen ergaben, dass die Erfassung der Neubautätigkeit im Bereich der Logistikimmobilien durch die Baufertigstellungsstatistik einige Mängel aufweist, konnte mit Hilfe der Auswertungen eine realitätsnahe Abbildung der räumlichen Struktur der Logistik und der räumlichen Entwicklung der Bautätigkeit im Bereich der Logistikimmobilien erstellt werden. Zudem ermöglichten sie die Überprüfung der zuvor abgeleiteten Annahmen.

Bei der Überprüfung im Rahmen der quantitativen Untersuchungen wurde ein Großteil der Annahmen bestätigt. So könnte nachgewiesen werden, dass seit Mitte der 1990er Jahre eine leichte Zunahme der räumlichen Ballung von Logistikansiedlungen stattfand und sich Standorte mit guter Anbindung an die internationalen Transportnetzwerke durch eine überdurchschnittliche Bautätigkeit im Bereich Logistikimmobilien auszeichnen. Zudem wurden die starken Wachstumsprozesse der KEP-Branche (Kurier-, Express- und Paketdienst) und die Bedeutung der Standortfaktoren „Erreichbarkeit“ und „Flächenverfügbarkeit“ bestätigt. Mit der Trendumkehr hin zu einer Bedeutungszunahme der Agglomerationsräume und Großstädte als Logistikstandorte konnte aber auch eine Entwicklung nachgewiesen werden, über die in der Fachliteratur bisher noch nicht explizit berichtet wurde – im Gegenteil: bisher wurde eher von einem weiter anhaltenden Sub- und Deurbanisierungstrend ausgegangen.

Zusammenfassung (Englisch)

The focus of this study is the examination of the spatial patterns and the changes of the stock of logistics real estate in Germany. Despite a number of approaches to obtain market data, there is still a significant deficit of reliable spatial information about the segment of logistics properties - although informations are increasingly needed by private and public property market players and also as a basis for the theoretical debate on the location structures and spatial development trends in the logistics sector.

The methodological concept of the work is based primarily on the special analysis of two official statistics: The statistics of building completion (“Baufertigstellungsstatistik”) and the employment statistics. By using a space-differentiated analysis of the data from these statistics, an approach to determine basic spatial information for the logistics real estate market shall be found. Furthermore concrete assumptions about the spatial structure of the logistics real estate market and its changes over time, which were derived from theo-ries such as the location and land use theory as well as from reflections on the changes of the framework conditions for the logistics, shall be reviewed with the help of a quantitative study of the German logistics market. The statistics of building completion is to play a specific role in this investigations because it is the only official statistics which provides 'direct' information about the logistics real estate stocks.

Although studies have shown that the acquisition of new logistics construction with the statistics of building completion have some shortcomings, a realistic picture of the spatial structure of the logistics and the spatial development of construction activity can be made with the help of the evaluations. They also allowed the examination of the specific as-sumptions that were previously derived.

The examination by the quantitative studies has confirmed most of the assumptions. It could be shown that since the mid-1990s, an increase in the spatial concentration of logis-tics settlements has taken place and that globalization has added significance to locations with good access to the international transport networks. In addition, the strong growth processes of the CEP (courier, express, and parcel delivery) segment and the importance of the location factors “accessibility” and “availability of land” were confirmed. However, with the reversal of the trend towards an increase in the importance of agglomerations and metropolises as logistics locations a development was shown, which was so far not reported in the literature explicitly- on the contrary: so far an ongoing sub- and disurban-isation trend was considered.

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