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Abstract (German)

Die Zielsetzung der Dissertation bestand darin, die theoretischen Grundlagen der Diskussion um den Begriff des Kindeswohls im historischen Verlauf darzustellen und dabei zu untersuchen, ob sich ein Einfluss der Vertretungskonzepte der Forschung über Kinder und Kindheiten, insbesondere in den Rechtsurteilen über das Sorge- und Umgangsrechts feststellen lässt.

Es ließ sich erkennen, dass der rechtliche Begriff des Kindeswohls durch außerjuristische Erkenntnisse, insbesondere auf die Trennungs- und Scheidungsforschung, beeinflusst wurde und Aussagen über Bindungen des Kindes, Stabilität und Kontinuität der Erziehungsverhältnisse ermöglicht. Insbesondere die Soziologie, die Erziehungswissenschaften und die Psychologie haben auf die besonderen Entwicklungsbedingungen des Kindes und die Bedeutung eigener Kindesinteressen hingewiesen und somit Konsequenzen für die Gestaltung des Rechts und die Rechtspraxis in Bezug auf das Kindeswohl bewirkt. Juristisch betrachtet lassen sich Änderungen in der Reform des familienrechtlichen Verfahrens identifizieren und setzen dadurch die Orientierung am Kindeswohl fort, wodurch die Ansicht vom Kind als sozialem Akteur zunehmend in der Rechtsprechung integriert wurde. Insgesamt wurde der sozialwissenschaftliche Paradigmenwechsel von der Bindungs- zur Systemtheorie in der kindschaftsrechtlichen Debatte verstärkt umgesetzt.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich die Rechtsprechung unter dem Einfluss der Kindheitsforschung verändert hat und wesentlich zur Verwirklichung des Kindeswohls beigetragen hat.

Abstract (English)

The objectives of the thesis consisted of the theoretical principles of discussing the concept of best interests of the child and child well being in the historical course and analysis the question if there is an influence on children and childhoods, especially in the legal rulings on custody and access allows identification.

It becomes apparent that the legal concept of the child well being has been influenced by extrajudicial findings, in particular the separation and divorce research and allows statements about the child's commitment, stability and continuity between the education conditions. In particular, sociology, educational sciences and psychology have pointed to the special conditions of development of the child and the importance of their own child's interests and thus entail consequences for the design of the law and practice relating to the child. From the legal point of view changes in the reform of family law proceedings can be identified and set off by the orientation on child welfare. As a result the view of the child as a social actor was increasingly integrated into the law. Overall, the social paradigm shift from the binding increased to systems implemented in-kind pursuant to community legislation debate.

In conclusion, the law has changed under the influence of childhood research and has contributed significantly to the achievement of the child well being.

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