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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Untersuchung nimmt für den deutschen Sprachraum erstmals die Situation der Leiblichen Kinder der Pädagogen, die Ersatzerziehung in Pflegefamilien und familienorientierten Settings der Heimerziehung anbieten, in den Forschungsfokus. Der Autor belegt einen Mangel an Diskurs über die besonderen Sozialisationsaufgaben dieser Kinder in Forschung und Literatur. Um erstmals verbindliche Begriffe einzuführen, entwirft er eine Typologie der familienorientiert arbeitenden Settings. Es wird dargestellt, dass die aktuelle Zahl der Leiblichen Kinder in etwa gleich groß ist, wie die Anzahl der Kinder- und Jugendlichen in Heimerziehung.

Als qualitative Studie angelegt, wird durch Induktion Theorie in vier Schritten generiert. Einer Analyse von Konzeptionen, folgt eine Auswertung retrospektiver Interviews, deren Ergebnisse einer ökologischen Validierung in einer fokussierten Gruppendiskussion zugeführt werden. Die anschließende Triangulation der Forschungsebenen und pluralen Einzelergebnisse ermöglicht sowohl die Redundanz der Daten zu kontrollieren als auch „systemökologische abstracts“ zu formulieren. Jenseits der kasuistischen Arbeit geht es dem Autor um die allgemeinen Sozialisationsbedingungen für die Leiblichen Kinder; es wird eine organisationsanalytische Perspektive eingenommen.

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