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Zusammenfassung (Deutsch)

Es wurden Extraktionen von Ginsenosiden aus Ginseng-Wurzeln mit verdichtetem Ammoniak, 60% igem Methanol und Wasser duchgeführt.

Zur Bewertung der Extraktionen der Ginsenoside bezüglich der Ausbeute und der Selektivität wurden die Extrakte qualitativ und quantitativ analysiert. Wasser lieferte die geringste Ausbeute. Die Extrakt-Ausbeuten waren mit flüssigem Ammoniak höher als mit 60% Methanol. Im Ammoniak Extrakt sind die Ausbeuten der Ginsenoside Rb 1 , Rb 2 , Rc und Rd ca. doppelt so hoch wie im 60%igen Methanol-Extrakt. Mit Hilfe der high performance liquid chromatography (HPLC) und HPLC/MS wird bewiesen, daß sich bei der Extraktion mit flüssigem Ammoniak die Malonyl-Ginsenoside m-Rb 1 , m-Rb 2 , m-Rc und m-Rd in die entsprechenden neutralen Ginsenoside umsetzen.

Wegen der hohen Extrakt-Ausbeuten und der gleichzeitigen Erhöhung der Ausbeuten an Rb1, Rb2, Rc und Rd hat die Ammoniak-Extraktion gegenüber den anderen deutliche Vorteile.

Weiterhin wurden Extraktionen mit alkalischen 60% Methanollösungen und die Alkali-Behandung von 60% Methanol-Extrakten untersucht.

Die Selektivität der Extraktionsmittel bezüglich der Ginsenoside und auch ihre verschiedene Lösungsgeschwindigkeit sollten untersucht und für eine mögliche Fraktionierung ausgenutzt werden. Im Zusammenhang mit einer effektiven Extraktion der Ginsenoside aus den Ginsengwurzeln ist zu prüfen, ob durch eine gezielte Extraktion oder nacheinander geschaltete Extraktionen eine teilweise Vortrennung bzw. Fraktionierung einzelner Ginsenoside oder Ginsenosidgruppen (z.B. Panaxadiole, Panaxatriole) erreicht werden kann.

Hierzu sollten Untersuchungen zur Abhängigkeit der Extraktzusammensetzung von der Extraktionszeit und vom Extraktionsmittel vorgenommen werden. Weitere Versuche zur Fraktionierung der Ginsenoside sollten durch zweifache Extraktion mit verschiedenen Lösungsmitteln und unterschiedlichen Extraktionszeiten durchgeführt werden.

In Anlehnung an die Reversed-phase-Trennung der Ginsenoside zu deren Bestimmung mit Hilfe des Analysenverfahrens wäre eine solche Trennung durch Reversed-phase-Material mit einer einfachen Glassäule und einem geeigneten Eluenten zu versuchen.

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