Erhard, Franz: Die Erfahrung von Armut : eine Analyse der Lebenswelt von Personen in Mangel- und Ausschlusslagen in Großbritannien. 2021
Inhalt
- Titelblatt
- Einleitung
- 1 Forschungsansatz und Theorie
- 1.1 Die wohlfahrtsstaatliche Konstruktion von Armut in der Moderne
- 1.1.1 Armut und Unterstützungsbeziehungen
- 1.1.2 Der moderne Wohlfahrtstaat als „Schicksalsmacht”
- 1.1.3 Die Liberalisierung des Wohlfahrtsstaats
- 1.1.4 Das liberale Großbritannien als Untersuchungsraum
- 1.1.5 Fazit
- 1.2 Perspektiven auf Armut – eine Rekonstruktion von Forschungszugängen
- 1.2.1 Einkommensungleichheit und Lebenslagenansatz
- 1.2.2 Armut als Exklusion
- 1.2.3 Armut und Underclass
- 1.2.4 Armut und Eigensinn
- 1.3 Armut und Lebenswelt
- 1.3.1 Lebensweltanalyse des Alltags von Personen in Mangel- und Ausschlusslagen
- 1.3.2 Armut als Kollektiverfahrung
- 1.3.3 Fazit
- 1.4 Forschungsethik im Umgang mit Personen in Mangel- und Ausschlusslagen
- 2 Beschreibung des methodischen Vorgehens
- 2.1 Sample und Feldzugang
- 2.2 Erhebung: Narratives Einzelinterview und Gruppendiskussion
- 2.3 Auswertung: Hermeneutische Sequenzanalyse
- 3 Armut und Zeit
- 3.1 Normallebenslauf, autobiographische Selbstidentifizierung und Erfahrungshaltung
- 3.2 Sozialisation und Gegenwartsorientierung
- 3.2.1 Biographische Schließung und die Wahrnehmung einer ausgedehnten Gegenwart
- 3.2.2 Biographische Verengung
- 3.2.3 Kontrast: Eigenverantwortung und Zukunftsorientierung
- 3.2.4 Fazit
- 3.3 Erwerbsbiographische Brüche und Stillstand
- 3.3.1 Biographischer Dynamikverlust und Wahrnehmung einer Sackgasse
- 3.3.2 Biographischer Abbruch und Langeweile
- 3.3.3 Biographischer Abstieg und die Wahrnehmung ausgebremst zu werden
- 3.3.4 Kontrast: Handlungsoptimismus trotz biographischen Bruchs
- 3.3.5 Fazit
- 3.4 Diskussion
- 4 Armut und Raum
- 4.1 Raum als gesellschaftliche Struktur
- 4.2 Raumsynthesen von Armut: Council Estates
- 4.2.1 „Council Estate” als stigmatisierender Topos
- 4.2.2 Selbstbezichtigung und räumliches Verhaftetsein
- 4.2.3 Kontrast: Distanzierung und räumlicher Aufbruch
- 4.2.4 Fazit
- 4.3 Re-Platzierungen: Wohnungslosigkeit und Auffangunterkünfte
- 4.3.1 Zwangsräumung und räumliche Desintegration
- 4.3.2 Der Kampf um Verortung: Fluide Räumlichkeiten in der Wohnungslosigkeit
- 4.3.3 Kontrast: Schutz- und Transiträume
- 4.3.4 Fazit
- 4.4 Diskussion
- 5 Der soziale Blick auf Armut
- 5.1 Eine Frage der Ehre: Erfahrungen in der Kernfamilie
- 5.1.1 Fürsorge und Beschränkungen
- 5.1.2 Durchbringen und Versorgen
- 5.1.3 Managen und Tradieren
- 5.1.4 Involvierte Vaterschaft und die Krise des Ernährermodells
- 5.1.5 Fazit
- 5.2 Die Verhandlung von Würde: Erfahrungen in Einrichtungen der Bedürftigkeitsfürsorge
- 5.2.1 Machtlosigkeit und Degradation
- 5.2.2 Nüchternheit und Moralisierung
- 5.2.3 JobCentre vs. Akteure des Dritten Sektors
- 5.2.4 Würde und Anerkennung
- 5.2.5 Fazit
- 5.3 Diskriminierung und Othering: Erfahrungen mit „Zeitgenossen”
- 5.3.1 Stigmatisierung und Rechtfertigung
- 5.3.2 Selbstbezichtigung und Furcht
- 5.3.3 Anklagen und Appellieren
- 5.3.4 Fazit
- 5.4 Diskussion
- 6 Die Erfahrung von Armut: Theoretisches Fazit der Ergebnisse
- 6.1 Die Zeitlichkeit der Armut
- 6.2 Die Räumlichkeit der Armut
- 6.3 Die soziale Struktur der Armut
- 6.4 Lebenswelttheoretische Reflexion: Reformulierung des Armutsbegriffs
- 6.5 Machttheoretische Reflexion: Armut im Kontext der Erwerbsgesellschaft
- 6.6 Milieutheoretische Reflexion: Kollektivierung oder Vereinzelung durch Armut?
- 6.7 Reflexion zur Reichweite des Samples
- 6.8 Reflexion für die Praxis: Die Bedeutung von Hilfe in Armut
- Backmatter
