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Abstract

Experiences of patients´ self-help groups can provide impulses for the programming of rehabilitation measures. Exemplary is the information work (information procurement and distribution) of these groups. Problems emanating from disturbed interpersonal relationships and the stigma of the disease are dealt with implicitly rather than explicitly, with only certain patients, however, benefiting selectively from this kind of coping, depending on the stage of the disease and on their social context. The groups succeed in substituting missing or disturbed interpersonal relationships, they sometimes however find it difficult to ward off those aspects of isolation that have arisen with the onset of the disease. These difficulties weigh on other parts of the informal network, especially on the families.

Abstract

Aus den Erfahrungen der Selbsthilfegruppen Krebskranker können Impulse für die Konzipierung von Rehabilitationsmaßnahmen ausgehen. Vorbildlich ist die Informationsarbeit (Informationsbeschaffung und –weitergabe dieser Gruppen. Probleme der gestörten zwischenmenschlichen Beziehungen und des Krankheitsstigma werden in den Selbsthilfegruppen eher implizit als explizit bearbeitet und diese Art der Krankheitsverarbeitung kommt selektiv nur bestimmten Personen zugute: in Abhängigkeit vom Krankheitsstadium und von der sozialen Zugehörigkeit. Die Gruppen sind bei der Substituierung nicht vorhandener oder gestörter zwischenmenschlicher Beziehungen erfolgreich, sie tun sich mitunter aber auch schwer bei der Vorbeuge jener Isolationserscheinungen, die erst durch die Erkrankung initiiert worden sind. Diese Schwierigkeiten lasten auf anderen Teilen des informellen Netzes, besonders auf der Familie.