<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000097-1</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Karl Dilthey</persName>, <placeName type="sent">Freiburg i. Br.</placeName>, <date>21.4.1878</date>, <note>1 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Niedersächsische Staats- und UB Göttingen, Dilth. 141</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0097" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000097-1"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Freiburg i. Br.</placeName><date when="1878-04-21">21.4.1878</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/116128194">Karl Dilthey</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/1080249184">Elly Windelband</name></note><note type="repository">Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Karl Dilthey</persName>, <placeName type="sent">Freiburg i. Br.</placeName>, <date>21.4.1878</date>, <note>1 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Niedersächsische Staats- und UB Göttingen, Dilth. 141</bibl></head></front><body><dateline>Freiburg <abbr>i B.</abbr> 21 April 78</dateline><salute>Lieber Carlo,</salute><p>Es lastet schwer auf meiner Seele, daß Du vor drei Wochen in so <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-801"/>unbehaglich beunruhigten Verhältnissen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-801"/> bei uns gewesen und mit dem Eindrucke einer <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-802"/>üblen Katastrophe<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-802"/> aus unserem Hause geschieden bist. Wir hoffen dies wieder gut zu machen, und glauben versichern zu können, daß, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-803"/>wofern<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-803"/> nicht ganz Unerwartetes eintritt, Du es auf der Rückfahrt besser haben wirst. Es nahen die Tage derselben, und die Zeit der schönen Ferien ist gezählt. Die Fülle dessen, was ich nicht gethan, und der Eintritt trüben Landregens zerstreuen die letzten Reste meiner problematischen Absicht und Aussicht, Dich abzuholen. Desto sicherer rechne ich auf die Erfüllung Deines Versprechens, daß wir Dich noch einmal hier haben sollen. Hoffentlich überzeugst Du uns persönlich, daß Baden Dir recht wohl gethan hat; ich rechne im Laufe dieser Woche auf Deinen jeden Moment, wenn auch unangesagt willkommenen Besuch.</p><p>Mit den besten Grüßen meiner Frau</p><p>Dein</p><signed>W Windelband</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-801"><lem>unbehaglich beunruhigten Verhältnissen</lem><note>nicht ermittelt. Windelbands Frau erwartete ihr drittes Kind (30.7.1878 Geburt der Tochter <name>Elly</name>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-802"><lem>üblen Katastrophe</lem><note>Karl Dilthey war bestohlen worden, <abbr>vgl.</abbr> Windelband an Karl Dilthey vom 26.8.1878.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-803"><lem>wofern</lem><note>so wörtlich</note></app></listApp></back></text></TEI>