<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001184-4</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Eduard Spranger</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Leipzig</placeName>, <date>4.12.1913</date>, <note>4 S., hs. (andere Hd., mit eU)</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 6 k</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="1184" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001184-4"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118616390">Eduard Spranger</persName><placeName>Leipzig</placeName><date when="1913-12-04">4.12.1913</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/119061457">Hermann Diels</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117014176">Hans Rudolf David Lindau</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118600826">Alois Riehl</name><name>streichen!</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 6 k</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Eduard Spranger</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Leipzig</placeName>, <date>4.12.1913</date>, <note>4 S., hs. (andere Hd., mit eU)</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 6 k</bibl></head></front><body><dateline>Leipzig, den 4. Dez<add>[ember]</add> 1913.</dateline><salute>Hochgeehrter Herr Geheimrat!</salute><p>Ihre sehr gütigen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1186"/>Zeilen an meinen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1187"/>Freund <name>Lindau</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1186"/><name/><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1187"/><name/> erlaube <hi rend="underline">ich</hi> mir zu beantworten, indem ich Ihnen zunächst im Namen des Arbeitskomitees den herzlichsten Dank für Ihr gütiges Interesse an der Angelegenheit sage. Ihr Wunsch, den <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1188"/>Plan eines Dozentenhauses<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1188"/> etwas näher bestimmt zu sehen, ist uns allen sehr wohl verständlich. Doch befindet sich die Vorbereitung dazu noch so in den Anfängen, daß ein ganz genaues Programm sich nicht angeben läßt. <pb/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1189"/>Ich kann nur sagen, daß außer <name>Riehl</name>, <name>Wilamowitz</name>, <name>Diels</name>, <name>Seckel</name> und andere in Berlin sich für den Plan lebhaft interessieren.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1189"/> Die Grundidee besteht darin, aussichtsreichen jungen Gelehrten nach ihrer Promotion in einem solchen Hause Gelegenheit zur wissenschaftlichen Gemeinschaft mit Professoren und Gleichstrebenden zu bieten, Vorträge zu veranstalten und in Form eines Gehaltes vielversprechenden jungen Leuten die akademische Karriere zu erleichtern. Sollte es mir möglich sein, eine Drucksache über diesen Gegen<pb/>stand zu erhalten, so werde ich sie Ihnen möglichst bald einsenden. Für die Angabe der Adressen sind wir Ihnen, hochgeehrter Herr Geheimrat, ganz besonders dankbar, wie wir überhaupt uns glücklich schätzen, bei Ihnen eine so gütige und tatkräftige Unterstützung zu finden. Es wird für den Jubilar eine außerordentlich große Freude sein, wenn gerade die Kantgesellschaft seiner so ehrenvoll gedenkt.</p><p>Gestatten Sie mir in meinem persönlichen Namen herzlichste Wünsche für Ihre Gesundheit <pb/> hinzuzufügen. Wenn ich Sie recht verstehe, so gehen Sie nunmehr ernstlich mit dem Gedanken einer Operation um. Ich brauche wohl nicht zu sagen, mit wie herzlichen Wünschen ich diesen Schritt begleite.</p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1190"/>Mit vielen herzlichen Empfehlungen an Sie und die hochverehrten Ihrigen in lebhafter Verehrung Ihr ganz ergebener</p><signed>Eduard Spranger.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1190"/></signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-1186"><lem>Zeilen an meinen Freund <name>Lindau</name></lem><note>nicht ermittelt, nicht in der <name>Hans Rudolf David Lindau</name> betreffenden Überlieferung des Deutschen Literaturarchivs Marbach (abgelegt unter A:Lindau, Paul [der Vater] 59.613/1–12).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1187"><lem>Freund <name>Lindau</name><name/></lem><note>die Rede ist von <name>Hans Rudolf David Lindau</name> (1875–1963), Schriftsteller, Bibliothekar und Literaturwissenschaftler in Berlin. Ab 1924 katholisch; emigrierte 1933 über Offenburg und Straßburg nach Lausanne; 1953 Rückkehr nach Deutschland (<ref type="link">https://files.dnb.de/DEA/Lindau/lindau-biografie.pdf</ref> (Teilnachlass im Deutschen Exilarchiv Frankfurt <abbr>a. M.</abbr>; 17.9.2024), <abbr>WBIS</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1188"><lem>Plan eines Dozentenhauses</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger und Arthur Liebert an Gottfried Meyer vom 5.1.1914</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1189"><lem>Ich … interessieren.</lem><note> so wörtlich</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1190"><lem>Mit … Spranger.</lem><note> eigenhändig</note></app></listApp></back></text></TEI>