<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000835-6</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Paul Natorp</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>30.3.1903</date>, <note>3 S., hs. (andere Hd., eU, mit Postskriptum von Vaihingers Hd.), Briefkopf </note><quote type="rdg">PROF. DR. H. VAIHINGER. | Halle a. S. d. … 190 … | Reichardtstr. 15.</quote><note>, Beilage Drucksache, 2 S., eU</note>, <bibl type="pubPlace">Universitätsbibliothek Marburg, Ms. 831/1067/</bibl><bibl type="pubPlace">Zu: Ms. 831/1065</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0835" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000835-6"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Halle (Saale)</placeName><date when="1903-03-30">30.3.1903</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118586548">Paul Natorp</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/1205161767">Abram Gideon</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118546252">Eduard von Hartmann</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116589817">Eugen Kühnemann</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117223344">Franz Staudinger</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11667993X">Hans Cornelius</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11736701X">Hermann Schwarz</name><name>James Hutchinson Stirling</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118559796">Immanuel Kant</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118606964">Max Scheler</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116886439">Paul Menzer</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118594893">Plato</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118861816">Remigius Stölzle</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118600826">Alois Riehl</name></note><note type="repository">Universitätsbibliothek Marburg, Ms. 831/1067/Zu: Ms. 831/1065</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Paul Natorp</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>30.3.1903</date>, <note>3 S., hs. (andere Hd., eU, mit Postskriptum von Vaihingers Hd.), Briefkopf </note><quote type="rdg">PROF. DR. H. VAIHINGER. | Halle a. S. d. … 190 … | Reichardtstr. 15.</quote><note>, Beilage Drucksache, 2 S., eU</note>, <bibl type="pubPlace">Universitätsbibliothek Marburg, Ms. 831/1067/</bibl><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-467"/><bibl type="pubPlace">Zu: Ms. 831/1065</bibl><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-467"/></head></front><body><dateline>30.III.1903.</dateline><salute>Verehrtester Herr Kollege!</salute><p>Besten Dank für Ihren <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-468"/>freundlichen Brief<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-468"/>. Über das Schicksal der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-469"/>Kant-Studien<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-469"/> hoffe ich Ihnen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-470"/>später schreiben<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-470"/> zu können. Heute möchte ich mich nur auf folgende Bitte beschränken: wollen Sie bitte den <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-471"/>Verfasser der Abhandlung über den Begriff des Transcendentalen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-471"/> veranlassen, <hi rend="underline">möglichst bald eine Selbstanzeige seiner Abhandlung an <abbr>Dr.</abbr> <name>Scheler</name> einzusenden.</hi> Zur Motivirung der Notwendigkeit solcher Selbstanzeigen lege ich für den betr<add>[effenden]</add> Herrn eine entsprechende Aufforderung bei.</p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-472"/><abbr>Dr.</abbr> <name>Schwarz</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-472"/> ist auf mein Betreiben hin in Übereinstimmung mit <name>Riehl</name> zum Extraordinarius vorgeschlagen worden, noch <pb/> vor Weihnachten; aber Sie wissen ja selbst, wie die Regierung auf solche Vorschläge hin reagirt.</p><p>Mit freundlichem Gruß Ihr ergebenster</p><signed><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-473"/>H. Vaihinger</signed><postscript><p><abbr>P. S.</abbr> Vielleicht lassen Sie Sich durch die beiliegende Aufforderung selbst noch dazu anregen, von Ihrem <name>Plato</name>werk <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-474"/>eine Selbstanzeige<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-474"/> an die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-475"/>Kant-Studien<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-475"/> einzuschicken. Ihr Werk ist ja, wie die Bibliographie des letzten Heftes <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-476"/>auf Seite 489 sagt<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-476"/>, „durchaus von Kantischem Geist erfüllt“. Eine <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-477"/>Rezension des Werkes<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-477"/> <pb/> müsste <name>Scheler</name> besorgen, falls die Verlagsbuchhandlung ein Exemplar des Buches an ihn geschickt hat. Aber <hi rend="underline">unter uns gesagt</hi>, <name>Scheler</name> ist nicht gerade sehr tätig, und ich glaube nicht, dass er die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-478"/>Kant-Studien<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-478"/> dauernd zu deren Vorteil <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-479"/>leiten wird<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-479"/>. Ich wünschte mir einen energischeren Mitarbeiter.</p><signed>d<add>[er]</add> O<add>[bige]</add><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-473"/><add/></signed></postscript><postscript><p>Redaction der „Kantstudien“ | (Verlag von Reuther <abbr>u.</abbr> Reichard, Berlin) | <abbr>Prof.</abbr> <abbr>Dr.</abbr> Vaihinger | Halle a. S. | * Priv.-Doc. <abbr>Dr.</abbr> Scheler | Jena.</p><salute><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-480"/><abbr>P. P.</abbr><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-480"/></salute><p>Nach dem Vorgang anderer Zeitschriften, speciell der „Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie“ haben die „Kantstudien“ von Anfang an <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-481"/>Selbstanzeigen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-481"/> neuer Schriften gebracht. In dem Einführungsartikel der „Kantstudien“ im I. Band heisst es: „Kurze Selbstanzeigen sollen den Verfassern von neuen Erscheinungen Gelegenheit geben, in authentischer Form die Leserwelt über das Neue bezw. Charakteristische ihrer Publicationen aufzuklären. Solche Selbstanzeigen werden Recensionen desselben Werkes von anderer Seite natürlich nicht ausschliessen“.</p><p>Diese Einrichtung hat sich sehr gut bewährt. Die ersten sechs Bände der „Kantstudien“ haben nicht weniger als 132 Selbstanzeigen gebracht. Namhafte Autoren (wie <abbr>z. B.</abbr> <name>E. v. Hartmann</name>, <name>J. H. Stirling</name>, <name>F. Staudinger</name>, <name>E. Kühnemann</name>, <name>H. Cornelius</name>, <name>R. Stölzle</name>, <name>P. Menzer</name> <abbr>u. A.</abbr>) haben von dieser Einrichtung Gebrauch gemacht.</p><p>Selbstanzeigen werden stets sofort im laufenden Hefte abgedruckt. Auf diese Weise wird der Vorteil erreicht, dass die betr<add>[effenden]</add> Werke unmittelbar nach Erscheinen in einem authentischen und objectiven Auszug bekannt werden. Dieser Vorteil fällt um so mehr ins Gewicht, als die Recensionen der bet<add>[reffenden]</add> Werke gewöhnlich sehr spät, oft erst nach Jahren eingehen, wenn das Interesse an der neuen Schrift längst vorbei ist. Ist es schon überhaupt eine allen Zeitschriftenherausgebern leider wohlbekannte Schwierigkeit, willige und geeignete, objectiv urteilende Recensenten zu gewinnen, so ist die Säumigkeit der Berichterstattung durch die meisten Recensenten geradezu <pb/> ein Übelstand, durch den die Verfasser neuer Werke ebenso sehr als die Leser geschädigt werden.</p><p>Die Redaction der „Kantstudien“ wird nichtsdestoweniger auch für Werke, deren Verfasser Selbstanzeigen eingesendet haben, bemüht sein, geeignete Recensenten zu gewinnen, und macht noch ausdrücklich darauf aufmerksam, dass den Recensenten das Vorhandensein einer kurzen orientirenden Selbstanzeige seitens des Autors selbst immer sehr erwünscht ist.</p><p>Es liegt im Interesse der Verfasser, ihre Selbstanzeigen womöglich noch vor Erscheinen des Werkes einzusenden, damit sie dann um so rascher abgedruckt werden können. Dem speciellen Interesse der „Kantstudien“ entsprechend ist es zweckmässig, den Hauptton der Autoreferates auf die Beziehungen der betr<add>[effenden]</add> Schrift zu <name>Kant</name> zu legen. Der Umfang der Selbstanzeigen beträgt eine halbe bis allerhöchstens zwei Druck-Seiten.</p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-482"/>Unter<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-482"/> Bezugnahme auf das Vorstehende ersuchen wir Sie um baldige Einsendung einer Selbstanzeige von Ihrer neuen Schrift.</p><signed>Die Redaction der „Kantstudien“.</signed><signed><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-483"/>H. Vaihinger</signed><signed>Halle <hi rend="superscript">a</hi>/S</signed><signed>Reichardtstr. 15<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-483"/></signed></postscript></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-468"><lem>freundlichen Brief</lem><note>nicht überliefert</note></app><app type="philological" corresp="#ED-469"><lem>Kant-Studien</lem><rdg>KSt</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-470"><lem>später schreiben</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Natorp vom 5.5.1903</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-471"><lem>Verfasser der Abhandlung über den Begriff des Transcendentalen</lem><note><abbr>vgl.</abbr> die Marburger Dissertation von <name>Abram Gideon</name>: Der Begriff transscendental in Kant’s Kritik der reinen Vernunft. Marburg: Friedrich 1903. Keine Selbstanzeige in Kant-Studien nachgewiesen.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-472"><lem><abbr>Dr.</abbr> <name>Schwarz</name></lem><note><name>Hermann Schwarz</name> (1864–1951), 1888 in Halle promoviert, 1894 in Halle habilitiert, 1908 <abbr>ao. Prof.</abbr> in Marburg, 1910 <abbr>o. Prof.</abbr> in Greifswald (<abbr>BEdPh</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-474"><lem>eine Selbstanzeige</lem><note>eine solche ist nicht erschienen.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-475"><lem>Kant-Studien</lem><rdg>KSt</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-476"><lem>auf Seite 489 sagt</lem><note><abbr>vgl.</abbr> den Eintrag in der Rubrik Neue Kantlitteratur (1901 und 1902). In: Kant-Studien 7 (1902), <abbr>S.</abbr> 489: </note><rdg>Natorp, P. […] Platos Ideenlehre. Eine Einführung in den Idealismus. Leipzig, Dürr, 1903. VIII u. 474 S. Durchaus vom Kantischen Geiste erfüllt.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-477"><lem>Rezension des Werkes</lem><note>es ist keine Rezension in Kant-Studien erschienen.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-478"><lem>Kant-Studien</lem><rdg>KSt</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-479"><lem>leiten wird</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Natorp vom 5.5.1903</note></app><app type="philological" corresp="#ED-473"><lem>H. Vaihinger … d. O.</lem><note> eigenhändig</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-480"><lem><abbr>P. P.</abbr></lem><note>prämissis praemittendis: unter Voraussetzung des Vorauszusetzenden, als Hinweis auf die hier fortgelassenen Titel und Anreden.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-481"><lem>Selbstanzeigen</lem><note>fett gedruckt</note></app><app type="philological" corresp="#ED-482"><lem>Unter</lem><note>vor Absatz drei im Dreieck angeordnete Asterisken</note></app><app type="philological" corresp="#ED-483"><lem>H. Vaihinger … 15</lem><note> eigenhändig</note></app></listApp></back></text></TEI>